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The Importance of Being Earnest / Oscar Wilde 

Rückmeldungen und Stimmen

"Besten Dank nochmals für gestern: Du hast uns alle mit deinen Geistern, Tüüfel und Bannwärtler in den Bann gezogen!"
VOLKSWIRTSCHAFTSDIREKTION DES KANTONS ZUG, Matthias Michel, Regierungsrat

"...haben Sie uns auf dem Zuger Alpli mit Ihren Erzählungen in den Bann gezogen und uns auf fesselnde Weise die Sagenwelt des Kantons Zug näher gebracht. Wahrlich in jeder Hinsicht ein Genuss!"
Renée Spillmann Siegwart, stv. Landschreiberin, Staatskanzlei des Kantons Zug



Von Hexen, Tod und Teufelszeug

Pressebericht - Premiere 18. Mai 2011, Theater im Burgbachkeller Zug. Erschienen: Freitag, 20. Mai 2011, Neue Zuger Zeitung
Die Baarer Sagenerzählerin Maria Greco präsentiert ihr neues Bühnenprogramm. Archaisch, unheimlich und nicht ganz ohne Humor.

Wenn Maria Greco die Augen aufreisst, die Finger zu Krallen krümmt
und mit rauchiger Stimme erzählt, so glaubt man ihn fast vor sich zu sehen, den Grütergeist. Wie er nachts über die Matten der Moränenlandschaft schwebt und sich beim zwölften Glockenschlag
unter grässlichem Geheul in den alten Brunnen stürzt. Der Grütergeist, so sagt man, ist eine Frau in schwarzer Tracht, die ihr Kind im Brunnen ertränkte und nach ihrer Hinrichtung keine Ruhe fand. Und in Allenwinden wandelt, bis zum heutigen Tag.  

Büchel, Alphorn und E-Gitarre.

Am Mittwoch präsentierte die Baarerin im beinahe ausverkauften Theater im Burgbachkeller ihr neues Bühnenstück
«Zytreis» (Regie Brigitte Amrein). Im Zentrum stehen natürlich Grecos sagenhafte Erzählungen aus der Innerschweiz, doch sind diese in einen
besonderen musikalischen Kontext gebettet. Marcel Huonder (Alphorn, Büchel) und Christian Wallner (E-Gitarre) schlagen die Brücke zwischen den Geschichten. Und sie geben der Erzählerin Zeit, während des gut einstündigen Bühnenstücks zu verschnaufen.
Als Maria Greco bei der Geschichte vom Grütergeist angelangt ist, finden sich die Zuhörer längst zurückversetzt, tief in eine düstere Zeit, in der Männer, Frauen und Kinder wegen Vorwurfs der Hexerei verfolgt und getötet wurden.
Von der Häx vom Gschwänd, die es donnern und regnen liess, erzählt Greco,
und von der Walchwiler Hexe, die so manchen Wanderer zu Tode erschreckte
und am Ende den Sebi davonschleuderte. Manche Geschichten hat die Zeit
zu sonderbaren Legenden verwischt. Vielen haftet dennoch ein Funken trauriger
Wahrheit an. So wurde zum Beispiel «Lisi Bossi» –, Elisabeth Bossard, im Jahr 1737 tatsächlich als Hexe verbrannt, bei lebendigem Leib, und zusammen mit drei anderen Bossard-Frauen. Maria Greco erzählt in «Zytreis» nicht nur Geschichten, sondern auch Geschichte, zitiert dabei den Historiker Philippe Bart, der sich mit den Hexenverfolgungen in der Innerschweiz zwischen 1670 und 1754 beschäftigt. 

Grecos Geschichten faszinieren nicht nur wegen der Menschen und Wesen.
Greco spielt mit der urchigen Sprache, mit Ausdrücken, die man nur noch
selten hört. «Chriegshegel». «Zäntumä». Sie lockt in Landschaften, führt in
Dörfer und Bauernstuben, tief in der Innerschweiz. Die archaischen Klänge
von Alphorn und Büchel verstärken das Gefühl von unheimlicher Sehnsucht
noch. Gleichzeitig wohnt manchen Melodien Übermütiges inne, ja Witziges.
Genau wie den Erzählungen Grecos. Da gewinnt der Vetter Tod nämlich nicht
immer, da wird der Teufel ausgetrickst, und selbst dem lieben Gott wird ein
Schnippchen geschlagen. Manchmal gibt die Musik eine Vorahnung
davon, was wohl als Nächstes kommen mag. Einmal greift Greco zum
Schellenring, Huonder zu den Handtrommeln – eine Art Zigeunerlied. Dann
sprudeln die Worte italienisch aus Greco heraus. In ihrem apulischen Dialekt
erzählt sie von einer jungen Frau, die ihr uneheliches Kind in den Wogen des
Meeres ertränkte, dann selber ins Wasser ging und seither keine Ruhe findet.
Fast wie der Grütergeist. Da wie dort.

ANDRÉE STÖSSEL - Neue Zuger Zeitung


Nicht immer. aber oft erreichbar unter:

Telefon:

041 760 81 64
079 774 95 58

e-mail:

maria.greco (at) databaar.ch

schraegermittwoch (at) bluemail.ch